Über

Hallo, ich bin ein normaler, durchschnittlicher Bürger der Bundesrepublik Deutschland, der es satt hat, sich über die Presse von der Politik oder den Großkonzernen eine Meinung aufoktruieren zu lassen. Wir Bürger werden inzwischen so gelenkt, dass nur noch wenige in der Lage sind, selber eine Meinung über etwas zu bilden. Meine, und nur meine Meinung über Gott und die Welt, zu allen Themenbereichen, werde ich hier kundtun, Tag für Tag, Stück um Stück.

Alter: 56
aus: 22415 amurg
 


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Blog

Nostalgiker ?

Liebe Computerspiele-Entwickler. Seit vielen Jahren begleitet ihr mich schon. Ich gehöre zu einer Generation, die ohne Computer aufgewachsen ist, ja in meinen ersten 8 Lebensjahren sogar ohne Fernseher im Haushalt. Trotzdem haben mir – ich muss besser sagen uns - Computerspiele immer sehr viel Spaß bereitet. Mit uns meine ich übrigens meine gesamte Familie, generationenübergreifend, meine Eltern, mein Bruder und ich, später sogar meine Tochter und viele unserer Freunde. Wir haben eure Angebote als das angesehen, was sie waren, nämlich Spiele, mit denen man sich einige Zeit beschäftigen konnte und die zur Unterhaltung beitrugen.

Dazu beigetragen haben hauptsächlich Spiele, die mit mehreren Spielern an einem Computer spielbar waren. Ob das nun an der alten Atari-Konsole war, am C64 über den Amiga 650 bis hin zum PC zu heutiger Zeit, immer haben wir hauptsächlich gemeinsam irgendetwas am Computer gespielt, allerdings auch häufig genug ein Brettspiel herausgeholt und zusammen am Tisch gespielt.

Wenn ich so zurückdenke, kann ich mich an viele Abende – manchmal sogar Nächte – erinnern, an denen wir zu viert, fünft, ja sogar zu acht vor dem Rechner saßen und spielten und völlig die Zeit vergessen hatten. Spiele wie Kaiser, Hanse, Fugger, Patrizier, Vermeer, Airline, haben uns Stunden beschäftigt. Eine Runde Summer Games 1 und 2 zusammengefasst mit 8 Spielern gleichzeitig war spannender als jede Fußball WM im TV, grafisch eher anspruchslos, aber mit jeder Menge Spaß und Spannung versehen. Stundenlang habe ich mich mit meinem Bruder und Freunden bei Jumpman oder einer Partie Golf gemessen.

Nun muss ich mehr und mehr feststellen, dass Spiele für mich – für uns – kaum mehr entwickelt werden. Selbst Patrizier 4 ist nur noch allein oder – wenn schon mit mehreren – dann nur von verschiedenen Rechnern aus spielbar. Warum ist das so?

Bitte versteht mich nicht falsch, ich spiele auch gerne mal allein eine Runde Diablo, Skyrim, Sacred o.ä., aber mir ist es deutlich lieber, wenn ich mit einigen Personen am Tisch sitze, nebenbei mal etwas essen kann, wir gemeinsam ein Gläschen Wein trinken und uns – und das ist das Wichtigste daran – auch unterhalten, necken, anstacheln und ärgern können. Kein hektisches „über den Bildschirm rennen“, eine gemütliche Wirtschaftssimulation, bei der man auch mal ohne auf Pause drücken zu müssen, kurz in die Küche gehen kann.

Seit einigen Jahren gibt es ja sogar ein Studiengang für Computerspiele Entwicklung. Schade, für mich zu spät, aber ich hoffe, dass dort nicht nur das technische Know How vermittelt wird, sondern auch die Sicht auf einen Markt, der auch die Nostalgiker unter uns – wie ich es einer bin – mit einbezieht.

Volkswagen hat es vorgemacht: es gibt viele Liebhaber des alten Käfers – also bringen sie den Beetle – mit neuer Technik versehen heraus. Eigentlich auch nur, um Nostalgiker zu bedienen, aber man kann ja auch neue Freunde dazu gewinnen.

In diesem Sinne

23.7.14 09:37, kommentieren

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Freunde

Man mag es nach dem Lesen meiner Beiträge hier kaum glauben, aber – ja, ich habe Freunde! Damit meine ich keine Facebook Freunde, sondern echte, lebende Menschen. Zugegeben, es sind nur zwei, evtl. Drei, aber die sind auch echt und die Freundschaft zu ihnen ist lange gewachsen. Daneben habe ich natürlich eine große Anzahl von Arbeits- und Sportkollegen, Nachbarn, Freunde und Bekannte meiner Frau oder meines Bruders, mit denen ich mehr oder weniger enge Beziehungen eingegangen bin, die aber nicht als Freunde bezeichnet werden können.

Die Freundschaft zu meinen „echten“ Freunden wird geprägt durch absolutes Vertrauen und Ehrlichkeit. Wir sind nicht immer einer Auffassung und wir führen auch nicht unbedingt den gleichen Lebensstil, aber wir respektieren uns gegenseitig, und zwar so wie wir sind, kritisieren uns gegenseitig bei bestimmten Handlungen, und zwar auf sachlicher Ebene, und sind in der Lage, unser Handeln nach dieser Kritik oder Anregung anzupassen.

Merke: Vertrauen und Respekt, zwei Grundsäulen echter Freundschaft !!

Und genau mit dem gleichen Respekt und dem gleichen Vertrauen begegnen wir auch gegenseitig unseren Familien, egal, wie wir zu denen stehen.

Nun betonen deutsche und amerikanische führende Politiker auch immer die „Freundschaft“ beider Staaten, ganz besonders in letzter Zeit, nachdem herausgekommen ist, dass der amerikanische Geheimdienst umfassende und weltumspannende Abhöraktionen fährt. Auch bei uns Deutschen, den „Freunden“ Amerikas.

Nun gehören die deutschen und amerikanischen Politiker aufgrund ihres Alters nicht unbedingt zur Generation Facebook – die das Wort „Freund“ ja bekanntlich inflationär häufig nutzt – sondern sollten auch noch echte, lebende, berührbare Freunde kennen. Zur Zeit möchte ich Amerika nicht zu meinen Freunden zählen. Ich hoffe, dass Amerika es schafft, Vertrauen und Respekt durch Ehrlichkeit wieder aufzubauen.

Bleibt die Frage, warum diese Abhöraktionen? Früher gab es in Armeen sogenannte Kundschafter, die vor kriegerischen Aktionen die Moral, Stärke, Aufstellung der Gegner ausgekundschaftet haben.

Heute leben wir im Zeitalter von Drohnen, Computer und Satellit. Kriege werden heute von entwickelten Staaten nicht mehr mit Waffen, sondern mit Wissen, und dann über Banken und Konzerne geführt.

Ich hoffe inständig, dass Amerika danach kein Kriegstreiber ist.

Im Augenblick ist aber Amerika kein Freund Deutschlands, sondern allenfalls ein Wirtschaftsnachbar, und dazu ein räumlich und beziehungstechnisch etwas entfernter. Das sollten wir alle wissen.

In diesem Sinne

21.7.14 10:08, kommentieren